Das Herz des Stralis heißt Cursor

Elastizität und Kraft
Die Motoren bilden das Herz des Stralis. Dabei handelt es sich um eine Motorenfamilie, die bereits vielfach ihre Qualität in Sachen Leistung, Verbrauch und Zuverlässigkeit bewiesen hat. Dazu tragen bei:

• Pumpe-Düse-Elemente mit bis zu 2.000 bar Einspritzdruck;
• oben liegende Nockenwelle;
• vier Ventile pro Zylinder;
• Monoblock-Motorblock und –Zylinderkopf für große Steifigkeit;
• Dekompressions-Motorbremse;
• elektronische Motorsteuerung, die Einspritzzeitpunkt und Einspritzmenge für jeden einzelnen Zylinder regelt;
• Turbolader mit variabler Geometrie für schnelles Ansprechen bei jeder Drehzahl.

So steht die Kraft der Cursor-Motoren immer zur Verfügung, wie die Drehmomentkurve zeigt, die ihr Maximum bei rund 1.000/min erreicht und dieses über einen großen Drehzahlbereich hält.

Motorversionen mit 8, 10 und 13 Litern Hubraum erreichen die Leistungen von 228 bis 412 kW (310 bis 560 PS), die maximalen Drehmomente reichen bis 2.500 Nm. Die starken und zuverlässigen Cursor-Motoren erbringen nicht nur exzellente Leistungen, sie sorgen auch für Kostendämpfung – und, dank der außergewöhnlichen Elastizität, für höchsten Fahrkomfort.



Haltbarkeit und Wirtschaftlichkeit im Betrieb
Der Stralis sorgt für niedrige Gesamtkosten, denn die beiden fahrzeugbezogenen Hauptkostenfaktoren – Wartung und Verbrauch – wurden reduziert. Beim Stralis sorgen zum Beispiel verlängerte Ölwechselintervalle (150.000 km) und schnelle, präzise Onboard- und Werkstattdiagnosen dafür. Die Cursor Motoren mit Euro 5 sind ein Vorbild in puncto Drehmoment sowie Wartungs- und Betriebskosten: Tatsächlich verbrauchen sie 2 bis 5 % weniger Kraftstoff als die wirtschaftlichen Euro-3-Versionen.

Getriebe und Achsen
Neben den Motoren sorgen eine ganze Reihe von Getrieben und Achsen dafür, dass der Treibstrang zugunsten der Produktivität des Fahrzeugs perfekt auf den jeweiligen Einsatz abgestimmt werden kann.

Für die Kraftübertragung von den Cursor-Motoren an die Antriebräder setzt Iveco die fortschrittlichsten Komponenten, die der Markt zu bieten hat, ein.

Es gibt verschiedene Getriebe:

• manuelle 9- und 16-Gang-Getriebe von ZF (mit „Servoshift“-Unterstützung für leichte Gangwechsel);
• Allison Automatik (speziell entwickelt für Stop-and-go-Einsätze);
• voll automatisierte12-Gang-Getriebe Eurotronic von ZF.

Das 9-Gang-Getriebe 9S1310TO mit Einfach-H-Schaltung kommt mit den 310 und 330 PS starken Cursor-8-Motoren, für die es auch das Getriebe Eurotronic 12AS1420TD gibt. Das manuelle 16-Gang-Getriebe gibt es auch für die Modelle mit dem 560 PS starken Motor Cursor 13.

Die Steuerlogik der Eurotronic-Automatik wählt den jeweils wirtschaftlich idealen Gang. Sie schützt den Motor vor Überdrehzahlen und reduziert die Abnutzung der Kupplung, den Verbrauch und die Geräuschemissionen.

Die Hinterachsen von Arvin Meritor und Iveco sind äußerst strapazierfähig und benötigen nur wenig Wartung; es gibt sie einfach übersetzt oder als Außenplanetenachsen für höchste Zuverlässigkeit auch bei anspruchsvollsten Einsätzen.

Zuverlässigkeit und Sicherheit
Rahmen

Die Haltbarkeit eines Nutzfahrzeugs, insbesondere die eines schweren Lkws, hängt vor allem von der Fähigkeit des Rahmens ab, große und anhaltende Belastungen ohne Schaden zu bewältigen.

Iveco ist bekannt für die Robustheit ihrer Rahmen, und der Rahmen des Stralis bildet da keine Ausnahme. Die doppelt gekröpften, mit den Querträgern vernieteten Längsträger im C-Profil bestehen aus Spezialstahl Fe E 490 mit hoher Streckgrenze und sind 6,7 mm bis 7,7 mm dick.

Elektrische Anlage
Für große Zuverlässigkeit des Fahrzeugs ist neben der mechanischen Robustheit auch eine zuverlässige elektrische und elektronische Anlage erforderlich. Deshalb wurden für die komplette Verkabelung von Fahrerhaus und Rahmen die CAN-Bus-Architektur und die Multiplex-Technologie gewählt: Diese Lösung ermöglicht es allen wichtigen Steuerungen und Sensoren des Fahrzeugs, miteinander zu kommunizieren, was zu sehr großer Effizienz führt.

Während traditionelle Kabel nur in der Lage sind, ein einzelnes Signal zu transportieren, können die Multiplex-Kabel des Stralis gleichzeitig viele verschiedene Signale durchleiten. So sind weniger Kabel (- 45 %) und weniger Kabelverbindungen nötig, ein modernes und sauberes Layout, dass Wartungskosten und Wartungszeiten signifikant reduziert.

Bremsanlage
Ein maßgebliches Element der Sicherheit ist die fortschrittliche Bremsanlage. Die gesamte Baureihe Stralis verfügt über innen belüftete, und elektronisch per EBS gesteuerte Scheibenbremsen.

Das EBS optimiert das Betätigen der Bremse: Durch Betätigen des Bremspedals fordert der Fahrer einen Verzögerungswert an, und die elektronische Bremsensteuerung regelt alle erforderlichen Parameter:

• sie regelt den Druck in den Bremszylindern;
• sie moduliert den Vorratsdruck der Bremsen eines eventuellen Anhängers, um ein abgestimmtes Bremsen aller Achsen zu gewährleisten;
• sie aktiviert die Dekompressions-Motorbremse ITB (Iveco Turbo Brake).

Für Einsätze, die über steile Gefälle führen, gibt es den Stralis auch mit dem ZF Intarder der zweiten Generation mit größerem Drehzahlbereich für maximales Bremsmoment und weniger Leistungsbedarf im Leerlauf, was günstigeren Kraftstoffverbrauch bedeutet.

Aktive Sicherheit
Die komplette Baureihe Stralis gibt es auch mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP.

ESP kann durch viele fortschrittliche Funktionen für die aktive Sicherheit ergänzt werden:

• der Hill Holder hilft dem Fahrer beim Anfahren am Berg, indem er für einige Sekunden ein Rückwärtsrollen verhindert;
• der adaptive Tempomat (ACC) hilft dem Fahrer, einen sicheren Abstand zum Vorausfahrenden zu halten, indem er erst die Motorbremse, dann den Intarder und schließlich die Betriebsbremse aktiviert;
• der Spurhalte-Assistent warnt bei Verlassen der Fahrspur, wenn der Blinker nicht betätigt wurde.