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Zwei Dutzend Iveco Stralis im Müllsammeleinsatz

Die GEG Grabau Entsorgung GmbH in Geesthacht sammelt mit 24 neuen Iveco Stralis-Müllautos Rest- und Bioabfall in zwei norddeutschen Landkreisen ein. Von Vorteil ist dabei das „SCR only“-Konzept, das ohne verbrauchssteigernde Abgasrückführung und Partikelfilter mit aktiver Regeneration auskommt.

Seit Anfang des Jahres entleeren 24 neue Iveco Stralis die Abfall- und Biotonnen der Einwohner im Herzogtum Lauenburg und im Landkreis Stormarn. Angeschafft hat die Müllfahrzeuge die GEG Grabau Entsorgung GmbH in Geesthacht. Der schleswig-holsteinische Entsorgungsfachbetrieb brauchte auf einen Schlag neue Fahrzeuge. In 2014 hatte der Betrieb von seinem Auftraggeber, der Elmenhorster Abfallwirtschaft Südholstein, den Zuschlag für die Müllentsorgung in beiden Landkreisen für mindestens sechs Jahre bekommen. Bis dahin bediente die GEG ausschließlich das Gebiet im Herzogtum Lauenburg, wofür zehn Müllsammelfahrzeuge ausreichend waren.

„Es war an der Zeit, unsere betagten Müllautos zu ersetzen. Mit dem zusätzlichen Auftrag fiel dann die Entscheidung, gleich den gesamten Fuhrpark auf die moderne, schadstoffarme Euro 6-Motorentechnik umzurüsten. Der Iveco Stralis gehörte zur engeren Wahl und machte aufgrund des besten Gesamtkonzeptes am Ende das Rennen“, begründet Jürgen Grabau, Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der GEG Grabau Entsorgung GmbH, die Entscheidung für die Traditions- Marke. 1990 als Müllwerker bei Köppe Transporte ins Entsorgungsgeschäft eingestiegen, hat sich der 52-Jährige schnell hochgearbeitet und fungierte seit 2007 als Betriebsleiter. Nach Insolvenz seines Arbeitgebers in 2009 nutze der gebürtige Geesthachter die Chance und übernahm die Firma, um sie mit Mann und Maus sowie sämtlicher Technik unter eigenem Namen weiterzuführen.

„Die Marke Iveco war mir nicht fremd. Ich konnte schon bei Köppe Erfahrungen damit sammeln. Jetzt hatte mich die Art und Weise überzeugt, wie Iveco die Euro 6-Abgasnorm umsetzt. Das „SCR only“-Verfahren kostet kaum Nutzlast, reduziert den Dieselkonsum, beansprucht wenig Bauraum und strapaziert den Partikelfilter in deutlich geringerem Ausmaß. Zudem waren die Fahrzeuge mit Müllaufbau bei Iveco am schnellsten lieferbar. Außerdem stimmen Wartungsintervalle und Anschaffungspreis“, argumentiert Grabau. Seine Tochter Stefanie Conte ist mit ins Geschäft eingestiegen und für den Fuhrpark verantwortlich. Damit beide wissen, wovon sie reden, übernehmen sie gelegentlich selber Sammeltouren und dürfen mit Führerscheinklasse CE selbst hinterm Lkw-Lenkrad sitzen. „Wir konnten die Iveco-Modelle vor dem Kauf ausgiebig Probe fahren. Der Rundum-Service stimme auch. Mit Iveco Nord Nutzfahrzeuge in Hamburg und dem Vertragspartner im nahegelegenen Kuddewörde seien alle sehr zufrieden.

Sämtliche Iveco Stralis sind mit Faun-Müllaufbau, Zöller-Schüttung und Moba-Ident System ausgestattet. Die Dreiachser verfügen über das 2,30 Meter breite Hi-Street-Normalfahrerhaus, gelenkte Nachlaufachse und Luftfederung an der Hinterachse. Die Schaltvorgänge übernimmt das automatisierte Zwölfgang-Schaltgetriebe Eurotronic in Eigenregie, was hohen Fahrkomfort und günstige Verbrauchswerte liefert. Für den Antrieb sorgt der 8,7 Liter große Cursor 9-Motor mit 330 PS. Die Abgasreinigung des Reihensechszylinders erfolgt ohne verbrauchstreibende Abgasrückführung. Eine hohe Umsetzungsrate im SCR-Katalysator reicht aus, um die strengen Euro 6-Grenzwerte einzuhalten. Der AdBlue-Verbrauch steige laut Grabau dadurch nur geringfügig.

Hauptbestandteil der so genannten High Efficiency SCR (HI-SCR) ist eine Abgasnachbehandlung mit Oxikat, Dieselpartikelfilter, SCR-Katalyse und Ammoniak-Sperrkat. Alles zusammen befindet sich in einem kompakten Edelstahlgehäuse am Lkw-Rahmen. Der äußerst moderate Partikelausstoß belastet den geschlossenen Partikelfilter kaum. Dank entsprechend hoher Betriebstemperaturen ist der Filter selbstreingend und kommt ohne zusätzliche Kraftstoffeinspritzung ins Abgas aus, was auch die Wartungsintervalle verlängert. Außerdem verhindert das kontinuierliche Freibrennen eine unerwünschte Filterregeneration in Wohngebieten, Müllverbrennungsanlagen oder auf Abfalldepots.

Die 26-Tonner hat GEG mit Achslastanzeige, Druckluft-Signalhorn auf dem Dach und hochgezogenem Auspuffendrohr bestellt. „Das Signalhorn war Wunsch unserer Fahrer, den Auspuff hinterm Fahrerhaus wollte ich“, betont Verkehrsleiterin Conte. Ein Standardauspuff an den Heckladern habe im Sommer häufig zu angebrannten Hecken geführt. Und den Schaden habe dann GEG Grabau Entsorgung den Bewohnern bezahlen müssen. Insgesamt hat das Unternehmen 28 Müllsammelfahrzeuge im Bestand. Die 24 Iveco gehen täglich auf Tour und legen pro Schicht durchschnittlich 200 Kilometer im Sammelbetrieb zurück. Fast 300 Tonnen Restabfälle und 150 Tonnen Bioabfall bringen die Dreiachser pro Tag in die Verbrennungsanlage nach Stapelfeld oder zur Bioabfallverwertung auf die Recyclinghöfe in Trittau und Elmenhorst.

Mindestens sechs bis acht Jahre sollen die Iveco Stralis-Müllautos bei der GEG Grabau Entsorgung im Einsatz bleiben. Dann haben sie zwischen 300.000 und 350.000 Kilometer im härtesten Einsatz mit viel Stop-and-Go, Schütten und Pressen abgespult. Fällt ein Fahrzeug während der Einsatzzeit aus oder muss planmäßig zur Wartung, reaktiviert die GEG einen der vier ausgemusterten Oldies, die für solche Fälle als Reserve dienen. Einfach ein Müllsammelauto mieten, sei für die GEG nicht möglich. Alle Fahrzeuge müssen zur Identifizierung und Registrierung der Abfalltonnen mit dem Moba-Ident System ausgestattet sein. Sonst gebe es später keinen Nachweis für die Entleerung der mir Barcode bestückten Behälter.

Für die Wartung und Reparatur von Lkw und Aufbau existieren Wartungsverträge mit Iveco, Faun und Moba. Das Rundum-Sorglos-Paket „3XL Life“ von Iveco schließt beispielsweise alle Wartungs- und Reparaturarbeiten an Antriebsstrang, Elektrik und Verschleißteilen wie Kupplung oder Bremsen ein. Den Service übernimmt der Iveco-Vertragspartner Koop im rund 16 Kilometer entfernten Kuddewörde, der parallel zur Nutzfahrzeugwerkstatt auch einen eigenen Fahrzeugbau unterhält. Nur kleinere Reparaturen erledigt die eigene GEG-Werkstatt direkt am Standort in Geesthacht. Hierfür steht ein Kfz-Mechaniker bereit, der ebenfalls zur Familie gehört. Insgesamt sind bei GEG Grabau Entsorgung 68 Mitarbeiter beschäftigt, von den 64 je zur Hälfte als Müllwerker und Fahrer fungieren.​​