Pressemitteilungen

Vielseitig, stark und unschlagbar. Trakker - Wechselaufbauten
Vielseitig, stark und unschlagbar auf tiefem Boden

Schweißtechnik Jakob setzt einen Iveco Trakker mit Wechselaufbauten für höchst unterschiedliche Aufgaben ein.

Nördlich von Neustadt am Rübenberge wird die nach Norden führende Fahrbahn der vierspurigen B 6 von Grund auf erneuert. Dabei verlegt man gleichzeitig ein zwei Kilometer langes Teilstück der Trinkwasser-Fernleitung vom Harz nach Bremen. Für das Verlegen der Rohre zeichnet die Schweißtechnik Jakob GmbH (Einbeck) verantwortlich. Dabei werden die einzelnen, drei Tonnen schweren Rohrstücke per Ladekran in den tief ausgehobenen Graben gesenkt und dort zusammengeschweißt. Jakob setzt hier ein auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wirkendes Baufahrzeug Iveco Trakker ein. Erst beim zweiten Hinschauen sieht man, dass das nicht etwa an der relativ kurzen Pritsche und dem großen Ladekran am Heck des Lkws liegt. Vielmehr ergibt die Einzelbereifung mit den fast einen halben Meter breiten Pneus auf allen sechs Rädern das ungewöhnliche Bild. Indirekt waren sie einer der Gründe, warum Andreas Jakob seinen ersten schweren Iveco gekauft hat.

„Ein Fahrzeug mit diesen Geländeeigenschaften“, so Jakob, „gleichzeitig aber mit der Leistung und der Vielseitigkeit konnte mir kein anderer Hersteller serienmäßig bieten. Mit dem Trakker schlage ich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Erstens ist er in dieser Konfiguration – Allradantrieb mit Hochleistungs-Geländereifen – auf tiefem, losen Boden nahezu unschlagbar. Zweitens hat er genügend Tragkraft, dass ich den 33-mt-Ladekran von MKG und das Aggregat für den Schweißstrom auf einem Fahrzeug habe und nicht zwei dafür einsetzen muss. Drittens hat der Iveco-Betrieb in Einbeck, bei dem ich übrigens alle meine Fahrzeuge warten und reparieren lasse, die Pritsche für das Schweißaggregat und den Ladekran als eine Wechselaufbaueinheit konzipiert und gebaut. So kann ich den Trakker auch wirtschaftlich für Einsätze ohne Ladekran – zum Beispiel als Kipper für die Abfahrt von Mais oder Rüben direkt vom Feld – flexibel nutzen. Und viertens hat dieses Fahrzeug auch in puncto Preis einen gravierenden Vorteil gegenüber der Kombination aus zwei unterschiedlichen Einheiten.“

Beim Trakker waren keine großen Umbauten erforderlich. Lediglich die Radaufhängungen mussten an die 495-er Reifen angepasst werden. „Andere Hersteller hätten die Umbauten vielleicht auch leisten können“, räumt Jakob ein. „Aber einer konnte das entsprechende Basisfahrzeug zum Beispiel nicht mit einem der Eurotronic des Trakkers ebenbürtigen Automatikgetriebe liefern, der andere erwartete, dass ich mich selbst um alle Änderungen und Umbauten kümmerte. Bei Iveco nahm man mir diese Aufgaben ohne zu zögern ab: Ich sagte, was ich wollte, und ich bekam genau das auch geliefert.“

Bei Andreas Jakobs Fahrzeug handelt es sich um einen Iveco Trakker AT 260 T 45 W 6x6. Der Euro-5-Motor mit 12,9 l Hubraum leistet 331 kW (450 PS). Dabei stehen Nennleistung und maximales Drehmoment (2.200 Nm) jeweils über ein breites Drehzahlband zur Verfügung, was zugunsten des Fahrkomforts die Anzahl der notwendigen Gangwechsel reduziert und gleichzeitig kraftvolles Anfahren ohne Zugkraftunterbrechung durch Hochschalten ermöglicht. Hohe Kranmomente steckt der Motor bei niedrigen Drehzahlen sparsam weg. Dank SCR-Technologie (mit AdBlue) zur Abgasreinigung ist der Motor zudem sehr sparsam im Umgang mit Dieselkraftstoff. Das Antriebsdrehmoment wird über das automatisierte 12-Gang-Getriebe Eurotronic – gemeinsam von ZF und Iveco entwickelt – und ein Verteilergetriebe mit schaltbarer Geländeuntersetzung permanent an alle drei Achsen geleitet. Die Außenplanetenachsen ermöglichen durch kleinere Differenzialgehäuse eine große Bodenfreiheit.

Als Bereifung wurden Continental Contract AC70G der Dimension 495/70 R 24 mit dem Zusatz HPT (High Performance Tires = Hochleistungsreifen) gewählt. Sie verfügen wie die Reifen landwirtschaftlicher Zugmaschinen über ein Profil, das aus Stegen besteht, die stark gepfeilt abwechselnd von links und rechts jeweils bis knapp über die Mitte der Lauffläche reichen. Damit erzielen die Reifen einen erheblich besseren „Grip“ auf tiefem und losem Untergrund als die üblichen Off-Road-Reifen mit dem Profil aus vielen relativ kleinen Einzelblöcken. Für Andreas Jakob überwiegt dieser Vorteil die zwangsläufige Einbuße durch lauteres und weniger komfortables Abrollen auf der Straße.

Jakob setzt den Trakker mit seinem Ladekran nicht nur für den Rohrleitungsbau, sondern auch für die Montage von Solar- und Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung ein.