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Iveco und FPT Industrial erfüllen Euro VI Vorgaben mit SCR Technologie ohne Abgasrückführung

Ivecound FPT Industr ialhat die Euro VI Technologie auf der Basis der SCR Technologie („SCRonly“) fertig entwickelt und wird sie in die neuen Motorenbaureihender Cursor- und Tector Familie integrieren, wenn der Kunde danachverlangt.

Dieneuen Motoren mit dieser einzigartigen „SCR only“ -Technologieverfügen über eine optimierte Verbrennung, die Iveco weiterhin denSpitzenplatz in der Kraftstoffeffizienz sichert. Eine patentierteTechnologie sichert nicht nur die herausragende Wirtschaftlichkeit,sondern zugleich einen NOx Umwandlungsgrad von 95% im Vergleich zu 80– 85 % bei den besten Wettbewerbern.

FPTIndustrial CEO Giovanni Bartoli sagt dazu: „UnsereArbeit ist weiterhin dem Ziel gewidmet, dem Kunden ein Plus anProduktivität zu verschaffen. Und das bei einer Reduktion derSchadstoffe. „SCR only“ ist ein weiterer Beweis, technologischeSpitzenleistung aus den Anforderungen des Marktes zu erreichen.“

Iveco CEO Alfredo Altavilla führt aus, dass Iveco der erste Herstellerwar, der eine Euro VI Strategie verkündete und zwar bereits im April2010 auf dem Investor Tag in Turin. Altavilla: „Ichsage, dass wir die Euro VI Vorgaben ohne Abgasrückführung (AGR)erfüllen werden. AGR hat ihren Platz im Transportsektor, aber imFalle schwerer LKW, die teilweise mehr als eine Million Kilometerfahren, ist die Technologie mit dem geringsten Verbrauch die besteWahl. „SCR only“ von FPT Industrial mit Abgasnachbehandlungerfüllt diese Anforderung am besten. Dass diese Technologie ihrenPreis haben wird, muß dabei selbstverständlich sein. Deshalb werdenwir diese Technologie erst einführen, wenn der Kunde das sagt.“

Dasneue Szenarium mit Euro VI

Dieneuen Bestimmungen bezüglich Euro VI, die alle Neuzulassungen vonLKW und Bussen ab 1. Januar 2014 betreffen, beinhalten eine Vielzahlvon Reglementierungen, z.B.

  • neue Messverfahren: mit dem WHTC Verfahren (World Harmonized Test Cycle) wird über alle Betriebszustände gemessen. Das heißt, dass neben des üblichen Warmtests auch ein Kalttest in das Ergebnis einfließt.

  • NOx Reduktion um weitere 80 %

  • PM (Partikelmasse) wird ebenfalls stark (um 66%) ggü. Euro V reduziert. Bei der Partikelanzahl geht der Ausstoß um 95 % zurück

  • Einführung eines Ammoniak Limits im Abgas

  • Miteinbezug der Emissionen aus dem Kurbelgehäuse (falls kein geschlossenes System, wie bei Iveco üblich)

  • Garantierte Einhaltung der Werte über eine Strecke von 700.000 km oder über 7 Jahre

  • Erweiterte Funktionen des Onboard Diagnosesystems

DieEinführung von Euro VI stellt einen Meilenstein auf dem Weg zu einemweltweit eingeführten Emissionsstandard dar und ist die Premiere fürdie Homologation von Motoren auf der Basis des WHTC.

Die„SCR only“ Technologie von Iveco

Ivecohat eine veritable Geschichte auf dem Gebiet technischerInnovationen, die Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zum Zielhaben. 2004 / 2005 führte Iveco früh die SCR Technologie ein, weiles die wirtschaftlichste Art der Zielerreichung war und ist. OptimaleVerbrennungsprozesse garantieren niedrige Betriebskosten beiUnterschreitung der NOx Vorgaben durch die Abgasnachbehandlung. DurchEuro VI haben sich die Anforderungen der Kunden nachWirtschaftlichkeit natürlich nicht geändert. Mit dem Wissen, dassdie neuen Vorgaben weder mit den bisherigen innermotorischen Systemennoch mit einem konventionellen Abgassystem zu erreichen sind, hatIveco hart an der Effizienz der Abgasnachbehandlung gearbeitet. DasErgebnis ist ein patentiertes und geregeltes SCR Steuerungssystem,das in der Lage ist, die Vorgaben nur mit der effizienten SCRTechnologie zu erreichen. Durch „SCR only“ kann auf diewirkungsgradsenkende Abgasrückführung (AGR) verzichtet werden.

DieRealisierung dieses hocheffizienten SCR Systems ist möglich durchein he rausragendesAdBlue Management mit einer Präzisionssteuerung über den gesamtenArbeitsbereich. Das ist das Ergebnis einer von FPT Industrialintensiv betriebenen Forschung mit einer Reihe von Patenten:

  • optimierte fluiddynamische Modelle des Abgasstroms und des eingeblasenen AdBlue

  • eine Steuerlogik zur Feindosierung von AdBlue, welche die vom Motor erzeugten NOx direkt in der Dosierung berücksichtigt

  • Ammoniak- und NOx Sensoren, die den aktuellen Katalysatorzustand detektieren und auch dessen Alterung berücksichtigen

  • Integrierte Mixertechnologie im Abgasnachbehandlungssystem zur Gewährleistung einer sehr guten Hydrolyse des Urea und zur Gleichverteilung des Ammoniak auf die Katalysatoren.

Diesepatentierte Technologie erlaubt Umwandlungswirkungsgrade von 95 % underreicht unter bestimmten Bedingungen teilweise sogar eineKomplettumwandlung.

NeueEuro VI Varianten bei Tector und Cursor Motoren

DieTector- und Cursormotoren sind bereits aktuellster Stand der Technik.Im Rahmen der Weiterentwicklung werden diese Motorenfamilienweiterhin vorausfahren. Kernpunkte sind natürlich die zwangsläufigeErhöhung von Einspritzdruck und mittlerem Kolbendruck. Einher gehenaber auch konstruktive Änderungen, um damit umgehen zu können: einverstärkter Kurbeltrieb, ein modifizierter Zylinderkopf mit mehrstruktureller Steifigkeit sowie größere Hubräume.

BeideMotoren, Tector und Cursor, erhielten ein Common Rail System mitMehrfach-Einspritzung bei Spitzendrücken bis zu 2.200 bar. Ergänztdurch eine elektronische Steuereinheit, die alle Betriebszuständeaufeinander abstimmt und deren Funktion untereinander optimiert, auchzusätzliche Elemente wie den Dieselpartikel Filter (DPF). Die CursorMotoren fahren weiterhin mit einem variablen Turbolader, der nichtnur für gute Füllung bereits bei niedrigen Drehzahlen sorgt,sondern auch als Motorbremse dient. Zusätzlich ist im Rahmen desThermomanagements eine Stauklappe aktivierbar, die im Vergleich zuden Euro V Motoren eine um 30% erhöhte Bremsleistung bringt. Nichtnur dem Umweltschutz, sondern auch dem Schutz des Partikelfilters vorVerunreinigung dient eine Motorgehäuseentlüftung, die alsgeschlossener Kreislauf arbeitet. Neue Zentrifugalfilter beim Cursorund verbesserte Tiefenfilter beim Tector reduzieren den Ölgehalt derin den Ansaugtrakt rückgeführten Motorentlüftung.

B edingtdurch das effiziente Motormanagement sind die Partikelwerte nach derVerbrennung derart niedrig, dass ein aktives Regenerieren derPartikelfilter im Normalbetrieb nicht nötig ist. Dementsprechendgering ist dessen Belastung bzw. lang das Serviceintervall. Zusammenmit dem Umstand, daß der Motor bei Iveco nur gefilterte Ansaugluftatmet und nicht rückgeführtes Abgas, das immer ungefiltert ist, istauch die Verschleißbelastung durch Schmutzeintrag wesentlichgeringer. Die bereits bisher wegweisend langen Ölwechselintervallevon 150.000 km gelten weiterhin.

Abgasnachbehandlung

EinGrundproblem des Dieselprozesses ist die Emission von NOx und Russ bzw. Partikeln. Diesel enthält wederSauerstoff noch Stickstoff, die Entstehung von Stickoxiden ist daherdas Ergebnis des Verbrennungsprozesses mit Luft. NOx entsteht imBetriebsoptimum eines Diesels bei hohen Temperaturen und hohenDrücken, die demnach zu vermeiden wären. Das aber induzierte hohenVerbrauch und wegen der schlechteren Verbrennung einen hohenRussausstoß. Wenn man aber auf Abgasnachbehandlung setzt, kann derMotor kompromisslos auf gute Verbrennung getrimmt sein. Iveco und FPTIndustrial haben sich auch bei Euro VI für diesen Weg entschieden:beste Verbrennungseffizienz bei minimalem Partikelausstoß. Dasentstehende NOx wird mit der „SCR only“ Technologie außerhalbdes Motors in den Luftbestandteil Stickstoff und Wasserdampfumgewandelt. Der äußerst moderate Partikelausstoß belastet wiebereits gesagt den dennoch verbauten und geschlossen ausgeführtenPartikelfilter kaum. Aktive Regeneration durch zusätzlicheKraftstoffeinspritzung ins Abgas ist nicht erforderlich. Ein SCRZeolith der neuesten Generation zur Abgasnachbehandlung wurde soentwickelt, dass er nicht nur wenig Bauraum beansprucht, sondern auchmöglichst leicht ist. Die gesamte Einheit besteht aus einem Diesel,- Oxy-Kat, dem Partikelfilter, dem SCR Katalysator und einem CUC Kat(clean up catalyst zur Reduktion von Ammoniak im Abgas). Der AdBlueInjektor und die nötigen Sensoren sind ebenfalls in einer kompaktenFunktionseinheit integriert, die selbstverständlich keinemFahrzeugaufbau im Wege ist.

DieEinführung dieser Technik ist ein weiterer Schritt, der dieAnstrengungen von Iveco belegt, der Umwelt gegenüber mit maximalerRücksicht zu agieren. Zudem sind die Kundenwünsche nach Effizienzund niedrigen Kosten wesentliche Punkte im Anforderungskatalog fürdie Neuentwicklungen.

Tector: technische Daten

Cursor: technische Daten