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Iveco Stralis Müllsammler mit Vollluftfederung für WAB in Moschheim

Der Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb (WAB) im rheinland-pfälzischen Moschheim übernahm kürzlich von Iveco ein Müllsammelfahrzeug der Extraklasse. Die Basis bildet ein Iveco Stralis 6x4-Fahrgestell mit langem Active Time-Fahrerhaus. Das Besondere an diesem Dreiachser ist die Vollluftfederung mit extrem großen Aushubwegen für mehr Bodenfreiheit. Die garantiert ausreichend Platz zwischen Fahrbahn und Fahrzeug, wenn in den Winterperioden Schneehindernisse zu überfahren sind. Mit Aushubwegen der Vorderachsfederung von mindestens 20 Zentimetern nach oben wie sie sonst nur für Wechselbrückenfahrzeuge nötig sind, sollen sich bei Kurvenfahrt und beim Abbiegen Kollisionen der vorderen Kotflügel oder anderer Fahrzeugteile mit den am Straßenrand zusammengeschobene Schneehaufen vermeiden lassen und sich die Rangierarbeit minimieren.

Bisher baute der langjährige Iveco-Kunde WAB auf Lkw der Iveco-Baureihe Trakker mit höherer Bodenfreiheit als am Stralis. Jetzt, da nur noch Umladestationen und keine Deponiefahrten mit den Müllfahrzeugen mehr nötig sind, stellt der Entsorgungsfachbetrieb auf die nutzlastoptimierten Stralis-Straßenfahrzeuge des langjährigen Lieferanten um. Der Iveco-Händler Auto Technik Vogel in Neuwied betreut den Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb mit seiner nur rund fünfzehn Kilometer entfernt gelegenen Service-Filiale in Neuhäusel.

Ein Lkw-Fahrgestell mit diesen spezifischen Anforderungen gab es bislang im umfangreichen Iveco-Programm noch nicht. Für den Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb hat Iveco daher Systeme und Komponenten verschiedener Fahrgestellvarianten sowohl in der Fließbandmontage als auch nachträglich im Werksumbau kombiniert. Heraus kam ein Straßenfahrgestell mit zwei angetriebenen Hinterachsen, das den Wünschen des Kunden in vollem Umfang gerecht wird. Ausgestattet ist der 26-Tonner für anspruchsvolle Einsätze mit EBS Bremssystem, Scheibenbremsen rundum und so genannter CANOpen-Datenverbindung zwischen Lkw-Fahrgestell und Abfallsammelaufbau.

Für den Antrieb des Iveco Müllsammelfahrzeugs sorgt der moderne Cursor 10-Motor mit 309 kW (420 PS) in besonders umweltfreundlicher EEV-Ausführung. Das mittelhohe Active Time-Fahrerhaus mit Panorama-Glashubdach und manuell bedienbarer Klimaanlage bietet drei Personen Platz. Der Sitz in der Mitte befindet sich an der Fahrerhausrückwand und gewährt der Besatzung ausreichend Beinfreiheit und Sitzkomfort. Der Fahrer nimmt auf einem luftgefederten und mehrfach verstellbaren Luxussitz Platz. Das Display im Armaturenbrett zeigt ihm für alle Achsen die jeweiligen Achslasten an. Ein weiteres, großes Farbdisplay auf der Armaturentafel hat die Schüttung am Heck im Visier und fungiert als Rückfahrkamera. Der Haller Abfallsammelaufbau vom Typ M21 x2 stammt vom Aufbauhersteller Zöller-Kipper in Berlin und bietet ein Behältervolumen von 21 Kubikmeter. Die Schüttung Delta 2301 Premium steuerte ebenfalls Zöller bei. Der so genannte High-Level-Lifter für die geschlossene Systemabfuhr in Wohn- und Gewerbegebieten besitzt eine Schwerlastfunktion, lässt sich von beiden Seiten aus bedienen und verfügt über eine visuelle Arbeitsraumüberwachung.

Im rund 200.000 Einwohner zählenden Westerwaldkreis mit seinen 192 Ortsgemeinden und Städten organisiert und betreibt der Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb (WAB) als kommunaler Eigenbetrieb des Kreises seit 1972 die Abfallwirtschaft. Den Großteil der Aufgaben übernimmt der WAB in Eigenregie. Das WAB-Team zählt derzeit 140 Beschäftigte, von denen rund 100 im Fuhrparkbereich und auf den Deponien arbeiten.

Die WAB-Flotte umfasst derzeit insgesamt 41 Fahrzeuge, die an 257 Tagen im Jahr im Einsatz sind. Jährlich entleert der Entsorgungsfachbetrieb rund drei Millionen Mülltonnen und sammelt ebenso viele Gelbe Säcke mit Reststoffen ein. Zusätzlich schaffen die Containerfahrzeuge etwa 50.000 Container im Jahr zur Entladung. Darüber hinaus werden 6.800 Tonnen Sperrmüll, 2.100 Tonnen Grünabfälle und 1.100 Tonnen Wertstoffschrott eingesammelt. Die WAB-Abfallsammelfahrzeuge wie der neue Iveco Stralis bleiben zirka acht Jahre im Unternehmen und legen in dieser Zeit bis zu 350.000 Kilometer im Stop-and-go-Betrieb mit unzähligen, dazwischen stattfindenden Schütt- und Pressvorgängen zurück.