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DER NEUE IVECO DAILY: NEUER LOOK, MEHR LEISTUNG, EURO 4
Mit dem neuen Daily, vorgestellt im Mai 2006, kommt die vierte Generation von
einem der erfolgreichsten Transporter Europas auf dem Markt. 1978 erstmals
präsentiert, wurden mittlerweile weit mehr als 1,7 Millionen Exemplare gebaut
und verkauft. Kontinuierliche Weiterentwicklung, stets mit Blick auf den
Kundennutzen, sorgte dafür, dass Ivecos Transporterbaureihe nicht nur stets
auf der Höhe der Zeit war, sondern häufig neue Maßstäbe in der Klasse leichten
Lkw von 2,8 t bis 6,5 t zulässigem Gesamtgewicht (zGG) setzte. Hin und wieder
wurden so umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen eingeführt, dass zu
Recht von einem Generationswechsel gesprochen wurde. Wobei immer die
Grundphilosophie beibehalten wurde: Lkw-artiger Leiterrahmen für hohe
Robustheit, einzeln aufgehängte Vorderräder für große Wendigkeit und
Hinterradantrieb für eine unabhängig von der jeweiligen Beladungssituation
stets optimale Traktion; Zuverlässigkeit, Effizienz und Vielseitigkeit. So auch
jetzt.
Neues Fahrerhaus
Zunächst fällt das neue Fahrerhaus, gezeichnet von Giorgetto Giugiaro, ins
Auge: fließende Linien ohne scharfe Übergänge; die sanft nach unten gewölbte
Motorhaube, die in einem Kühlergrill ausläuft, der deutlich die Verwandtschaft zu
den schwereren Lkw des Konzerns zeigt; große Leuchteinheiten unter Klarglas,
in denen Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer und vordere Blinkleuchten
zusammengefasst sind; ein wuchtiger, hoch angesetzter Stoßfänger für noch
mehr Sicherheit für Insassen, Ladung und Fahrzeug; große elektrisch
einstellbare und beheizbare Außenspiegel, auf beiden Seiten mit integriertem
Weitwinkelspiegel und ebenfalls integrierten seitlichen Blinkern.
I
m Innern setzt sich fort, was sich außen schon deutlich angekündigt hat. Das
völlig neu gestaltete Armaturenbrett mit einem Instrumententräger, der neben
großen Rundinstrumenten für Drehzahl und Fahrgeschwindigkeit, als
Viertelkreis ausgeführten Anzeigen für Tankinhalt und Motortemperatur sowie
den Kontrollleuchten auch ein Multifunktionsdisplay enthält, auf dem eine
Vielzahl von Informationen abgerufen werden kann: vom Gesamt- und
Tageskilometerstand bis hin zum Durchschnittsverbrauch und der On-Board-
Diagnose.
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Gleich neben dem neu gestalteten Lenkrad mit in das Armaturenbrett integriert
wurde der Schalthebel. Seine Neupositionierung weg vom Fahrerhausboden
sowie die Verkürzung des Handbremshebels um zehn Zentimeter (ohne dass
deshalb mehr Kraft zum Betätigen der Feststellbremse erforderlich ist) machen
den im Verteilerverkehr oder im Reisemobil häufigen Durchstieg durch das
Fahrerhaus erheblich leichter. Zwei mehrfach belegte Lenkstockschalter – links
für Licht und Blinker, rechts für Scheibenwischer und Tempomat – sowie die
Anordnung sonstiger Schalter im Armaturenbrett bzw. in der Mittelkonsole
machen die Bedienung einfach und selbst erklärend. In der Mittelkonsole
befinden sich auch drei DIN-Schächte, ein vierter kann auf Wunsch in der über
der Windschutzscheibe quer durch das Fahrerhaus laufenden Dachkonsole
eingerichtet werden.
Für die passive Sicherheit sorgt der serienmäßige Fahrer-Airbag in Kombination
mit dem Dreipunkt-Sicherheitsgurt mit Gurtstraffer. Auf Wunsch sind ein
(abschaltbarer) Beifahrer-Airbag – ebenfalls kombiniert mit einem Gurtstraffer –
und Seitenfenster-Airbags rechts und links erhältlich.
Eine Vielzahl von Ablagemöglichkeiten und der zweifarbige Bezug des
Armaturenbretts runden das neue Design des Fahrerhauses ab.
Neue Motoren
Alle Motoren des neuen Daily entsprechen der europäische Richtlinie Euro 4.
Iveco hat dies bei allen Fahrzeugen mit bis zu 6 t zulässigem Gesamtgewicht
mit einer gekühlten, vom elektronischen Motormanagement gesteuerten
Abgasrückführung (AGR) erreicht. Wenn besonders strenge Anforderungen
erfüllt werden müssen, ist ein Diesel-Partikelfilter (DPF), der in den 6,0- und 6,5-
Tonnern sowie den Fahrzeugen für die Personenbeförderung serienmäßig
verbaut ist, als Option erhältlich.
Bei den Motoren handelt es sich um Weiterentwicklungen der bekannten 2,3-
und 3,0-l-Maschinen, beides Vierzylinder mit oben liegender Nockenwelle, vier
Ventilen pro Zylinder und Common-Rail-Einspritzung. Die 2,3-l-Motoren bietet
Iveco in den Versionen HPI (71 kW/96 PS und 85 kW/116 PS) mit Wastegate-
Turbolader sowie HPT (100 kW/136 PS) mit Turbolader mit variabler Geometrie
an. Diese Leistungsvarianten kommen in den Daily-Modellen bis 4,0 t zGG zum
Einsatz.
Der 3,0-l-Motor wurde in beiden Leistungsvarianten stärker: Die Version HPI
(Wastegate-Lader) leistet jetzt 107 kW (146 PS), das maximale Drehmoment
beträgt 350 Nm. Die Version HPT (Turbolader mit variabler Geometrie) kommt
auf eine Nennleistung von 129 kW (176 PS), sein Drehmoment erreicht ein
Maximum von 400 Nm – der Spitzenwert in dieser Klasse. Dieses Drehmoment
liegt über einen Drehzahlbereich von 1.250/min bis 3.000/min an und macht den
Motor unerreicht elastisch. Die 3,0-l-Motoren sind für alle Daily-Modelle – auch
die Minibusse – verfügbar.
Motoröl- und Ölfilterwechsel sind bei beiden Motoren nur alle 40.000 km
erforderlich. Der Zahnriemen des 2,3-l-Motors soll alle 240.000 km (oder fünf
Jahre), die Longlife-Steuerkette der 3,0-l-Variante nur alle 350.000 km
gewechselt werden.
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Ein neuer CNG-Motor, der komprimiertes Erdgas als Kraftstoff nutzt, wird im
ersten Quartal 2007 das Motorenangebot für den Daily ergänzen. Dieser Motor
basiert auf dem 3,0-l-Diesel und wird 100 kW (136 PS) leisten. Auch die neuen
CNG-Dailys werden aufgrund ihrer niedrigen Schadstoffemissionen, die noch
unter Euro 5 liegen, als EEV (besonders umweltfreundliche Fahrzeuge)
anerkannt sein. Bis zu ihrer Einführung bietet Iveco weiterhin die
Vorgängermodelle mit Erdgasmotor (2,8 l; 78 kW/106 PS) an.
Getriebe und elektrische Anlage
Je nach Fahrzeuggewicht und Motorleistung setzt Iveco 5- oder 6-Gang-
Getriebe ein. Beide Getriebe stammen von ZF und sind voll synchronisiert. Der
Schalthebel ist nahe dem Lenkrad in das Armaturenbrett integriert. Kurze
Schaltwege und exakte Kulissenführung lassen die Gangwechsel zum
Kinderspiel werden.
Für alle Modelle und Motorleistungen stehen außerdem die automatisierten,
wahlweise auch manuell-sequeziell schaltbaren 6-Gang-Getriebe Agile –
ebenfalls von ZF – zur Wahl. Auch hier ist der Schalthebel in das Armaturenbrett
integriert.
Eine komplett neu entwickelte elektrische Anlage nutzt die CAN-Bus-Technik für
die Kommunikation aller elektronischen Steuerungen des Fahrzeugs (und der
Aufbauten) untereinander und mit dem Fahrzeug-Hauptcomputer. Durch
weniger Kabel (- 30 %) und spezielle Steckverbinder wird die Zuverlässigkeit
des ohnehin als Ausfall-arm bekannten Daily nochmals verbessert. Außerdem
ermöglicht dieses System schnellere und genauere Fehleranalysen durch die
Off- oder On-Bord-Diagnose.
Neue Bremsanlage
Größere Bremsscheiben – jetzt innenbelüftet – in den neuen 16-Zoll-Rädern
ermöglichen einen kürzeren Bremsweg: Aus 100 km/h steht das Fahrzeug bei
voller Beladung nach weniger als 42 m, bei häufig vorkommender halber
Nutzlast bereits nach unter 40 m. Die Feststellbremse wirk jetzt auf die hinteren
Bremsscheiben, wodurch die Wartung vereinfacht und das Leergewicht um rund
9 kg verringert wurden.
Unterstützt wird die Bremsanlage durch ABS 8, die neueste Version des
Antiblockiersystems. In dieses System ist die elektronische Bremskraftverteilung
(EBD) integriert. Zusammen sorgen ABS und EBD dafür, dass umabhängig von
Beladungszustand und Fahrbahnverhältnissen nie ein einzelnes Rad blockiert.
Das Stabilitätsprogramm ESP – ebenfalls in seiner neuesten Version 8 –
verhindert durch Abbremsen einzelner Räder und Eingriffe in das
Motormanagement bei für die jeweilige Fahrbahnbeschaffenheit zu hohen
Kurvengeschwindigkeiten ein Unter- oder Übersteuern des Daily. Integraler
Bestandteil des ESP8 ist die Antriebsschlupfregelung ASR, welches das
Durchdrehen beider Räder – zum Beispiel auf Schnee – durch Reduzieren des
Motordrehmoments sofort unterbindet bzw. ein einzelnes durchdrehendes Rad –
zum Beispiel bei starker Beschleunigung – abbremst, bis es wieder „Grip“ hat. In
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besonderen Situationen – zum Beispiel beim Fahren mit Schneeketten – kann
der Fahrer das ASR abgeschalten.
Der hydraulische Bremsassistent (HBA) erkennt an der Geschwindigkeit, mit der
das Bremspedal herunter getreten wird, dass der Fahrer eine Vollbremsung
vorhat und baut sofort den vollen Bremsdruck auf. Dadurch werden oft wertvolle
Meter Bremsweg gespart, wobei das ABS stets ein Blockieren der Räder
verhindert und das Fahrzeug immer lenkbar bleibt.
Die Motorschleppmoment-Regelung (MSR) verhindert ein Blockieren der
Antriebsräder bei Lastwechseln – zum Beispiel bei abruptem Gaswegnehmen –
auf rutschigem Untergrund. Auch dadurch bleibt der Daily immer lenkbar und
gerät nicht ins Schleudern.
Rahmen und Achsen
Der aus dem Lkw-Bau abgeleitete Leiterrahmen besteht aus durchgehend
einteiligen U-Profil-Längsträgern mit eingenieteten Querträgern. Das macht den
Daily robust und erleichtert die Montage unterschiedlichster Aufbauten. Selbst
eine Ladebordwand kann mit minimalem Aufwand angebaut werden.
Die Räder der Vorderachse sind einzeln an Doppelquerlenkern aufgehängt. Bei
den Modellen mit bis zu 3,5 t Gesamtgewicht und 1.800 kg Vorderachslast
übernimmt eine Querblattfeder aus Stahl mit Gummi-Dämpfungselementen die
Federung. Bei höheren Vorderachslasten und Gesamtgewichten kommen längs
angeordnete Drehstabfedern zum Einsatz.
Die einfach übersetzte Hinterachse ist bei allen Modellen der Baureihen L und S
sowie allen Kastenwagen an Parabelfedern aufgehängt. Bei den schwereren CModellen
kommen Trapezfedern zum Einsatz.
Stoßdämpfer und Stabilisatoren ergänzen das Federungssystem.
Modelle und Varianten
Nach wie vor ist die Transporter-Baureihe Daily in die Modellreihen L (3,2 und
3,3 t zGG), S (3,5 t zGG) und C (3,5 – 6,5 t zGG) aufgeteilt. Die L- und SModelle
sind an der Hinterachse einzeln bereift, bei der C-Reihe, vorgesehen für
schwerere Einsätze, kommt hinten Zwillingsbereifung zum Einsatz.
I
veco bietet alle Daily-Modelle als Windlauf, Fahrgestell mit Fahrerhaus und
Kastenwagen an. Verschiedene Gewichts- und Leistungsvarianten gibt es
außerdem als Kipper, leichte Kipper (mit Alu-Kippbrücke) und Kombi.
Schlüsselfertige Branchenmodelle – zum Beispiel mit Kühlaufbau, als
Werkstattwagen oder als Spezialversion für Kurier- und Expressdienste –
runden das Angebot ab.
Minibusse auf Daily-Basis bietet das Iveco-Unternehmen Irisbus an.
Der Verkauf des neuen Daily hat bereits begonnen.
11/2006 (em)