​Initiative Erdgasmobilität und LNG-Taskforce

​Die Initiative Erdgasmobilität treibt Förderprogramm für die Anschaffung von LNG-Fahrzeugen und den Aufbau der Betankungsinfrastruktur voran.

​2015 hat sich die Bundesregierung in Paris zu den internationalen Klimaschutzzielen bekannt. Die Umsetzung dieser Ziele beinhaltet unter anderem eine extreme Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2030. Im Verkehr sollen die Emissionen gegenüber 1990 um ganze 40 bis 42 Prozent sinken.  Schnell passende Rahmenbedingungen für eine Integration klimafreundlicher Erdgasfahrzeuge zu schaffen, ist daher dringend notwendig. So ist die Bundesregierung dazu verpflichtet, bis 2025 eine LNG-Mindestinfrastruktur zu schaffen.

Deshalb plant das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein Förderprogramm zur Aktivierung des LNG-Marktes und den Aufbau einer Betankungsinfrastruktur. ​

Die Initiative Erdgasmobilität kritisiert, dass das Fördervolumen bisher zu klein für die erforderlichen Maßnahmen gewesen sei. Die LNG-Taskforce empfiehlt eine Erhöhung des Fördervolumens auf mindestens 25 Millionen Euro allein für die Beschaffung von LNG-Fahrzeugen. Bei einer angenommenen Förderung von 20.000 Euro pro Fahrzeug würde das eine Gesamtmenge von 1.250 Lkws ergeben.

Auch der Aufbau von stationären LNG-Tankstellen soll übergangsweise fünf Jahre lang durch das BMVI gefördert werden – solange, bis sich der Markt selbst tragen kann. Innerhalb dieser fünf Jahre soll auch geprüft werden, ob entsprechende Ziele hinsichtlich Nutzerakzeptanz und Klimafreundlichkeit erreicht werden können. Angestrebt werden vom BMVI 10 bis 25 stationäre LNG-Tankstellen bis 2020 und mindestens 40 Tankstellen bis 2025.

Laut der Initiative könnte die Förderperiode sofort beginnen, da mehrere Fahrzeughersteller, darunter IVECO, bereits attraktive LNG-Lkws für den Fernverkehr anbieten.

Die Initiative empfiehlt außerdem die Verlängerung der bestehenden Energiesteuerermäßigung für Erdgas und Biomethan. Ihrem Fortschrittsbericht zufolge hat die lange nicht beschlossene Verlängerung der Erdgassteuerermäßigung bis 2017 dazu geführt, dass der Absatz von Erdgasfahrzeugen stark gesunken ist. Seit dem Beschluss der Verlängerung sei die Anzahl der neuzugelassenen Fahrzeuge jedoch wieder gestiegen. Sie fordert deshalb eine Verlängerung der Energiesteuerermäßigung auf Erdgas und erneuerbares Methan als Kraftstoff auch über 2026 hinaus.

 

 

Quelle: Fortschrittsbericht Initiative Erdgasmobilität und LNG-Taskforce (Forschrittsbericht 2017, Stand 02/2018)