​Diesel – wohin geht die Reise?

​Innerstädtische Fahrverbote für Dieselfahrzeuge werden zunehmend realistischer, auch im Nutzfahrzeugsegment. Wie ernst ist die Lage? Eine Bestandsaufnahme. Und ein Lösungsvorschlag.

Der Diesel bleibt das Top-Thema. Nach den Skandalen um die Schummelsoftware bei verschiedenen PKW Herstellern gerät der Selbstzünder jetzt vor allem als Hauptverursacher der Luftverschmutzung in den Fokus der Diskussion – und damit der Politik. Einflussreiche Umweltverbände wie die DUH verweisen vor allem auf den Ausstoß schädlicher Stickoxide. Messungen in zahlreichen Innenstädten belegen in der Tat, dass häufig Grenzwerte erreicht werden, die zu gesundheitlichen Belastungen führen können.

Unter dem Primat der Luftreinhaltung und des Gesundheitsschutzes werden deshalb generelle Einfahrverbote für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten gefordert. Zahlreiche Gerichte haben der Politik durch aktuelle Rechtsprechungen Instrumente an die Hand gegeben, um diese Fahrverbote juristisch durchzusetzen. So ist die Stadt Düsseldorf nach der aktuellen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Düsseldorf möglicherweise gezwungen, zur Luftreinhaltung Fahrverbote für Dieselfahrzeuge durchzusetzen. Das Verwaltungsgericht in Stuttgart hält mit einem Urteil aus dem letzten Jahr auch ganzjährige Dieselfahrverbote für juristisch umsetzbar.

„Einfahrverbote werden dem Wirtschaftsstandort München ganz erhebliche Schaden zufügen“


Damit ergibt sich zwangsläufig eine problematische Gemengelage, zumal der Diesel viele Jahre durch Politik und Industrie protegiert wurde. Investitionsentscheidungen, sowohl im privaten wie im beruflichen Sektor, haben sich im Wesentlichen an der Förderung des Diesels orientiert.

Ein Ausschluss von Dieselfahrzeugen dürfte daher die Mobilität vieler privater Nutzer erheblich einschränken, etwa bei der täglichen Fahrt zum Arbeitsplatz. Dramatische Folgen hätte eine konsequente Handhabung der Einfahrverbote insbesondere für berufliche Nutzer wie Handwerker, wenn diese nun nicht mehr mit ihrem Dieselfahrzeug zum Einsatzort in die Innenstadt fahren können. Die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit einer Stadt wäre in Frage gestellt, mit erheblichen Folgen für Arbeitsplätze und Einkommen. Auf die dadurch entstehenden ökonomischen Konsequenzen weisen vor allem lokale Handwerkskammern hin: „Einfahrverbote werden dem Wirtschaftsstandort München ganz erhebliche Schaden zufügen“, so der Präsident der Münchner Industrie- und Handelskammer. „Der uneingeschränkte Zugang des Wirtschaftsverkehrs ist eine zwingende Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Münchens.“ Mit einer blauen Plakette oder ähnlichen Regelungen würde man mehr als 90 % aller Dieselfahrzeuge aussperren, schätzt die IHK. So viele hielten nach aktuellem Stand nämlich nicht die Schadstoff-Grenzwerte der Euro-6-Norm ein. Ein Befund, der in diesem Umfang auch auf andere Städte und Gemeinden zutreffen dürfte.

Generelles Umdenken zwingend erforderlich


Vor diesem Hintergrund suchen nun alle involvierten Parteien intensiv nach Auswegen aus dem Dilemma. Ein „weiter so“ wird es aufgrund der aktuellen Diskussion um den Diesel jedenfalls nicht geben. Es ist eher davon auszugehen, dass Städte und Kommunen dieses Thema pragmatisch und individuell nach Lage der Dinge entscheiden. So ist denkbar, dass Fahrverbote partiell an bestimmten Orten zu bestimmten Zeitpunkten erlassen werden. Hinzukommen gegebenenfalls steuerliche Anreize, die den Abschied vom „alten“ Diesel erleichtern sollen. Möglicherweise wird von politischer Seite ein zeitlicher Korridor definiert, bis zu dem noch Dieselfahrzeuge in den Innenstädten zugelassen sind. Trotz allem bleibt die gesamte Situation unsicher – ein generelles Umdenken in Bezug auf die Wahl des nächsten Fahrzeugs und der Antriebsform erscheint damit zwingend erforderlich.

Vor diesem Hintergrund ist die Industrie gefordert, schnellstmöglich technische Lösungen anzubieten, die ökonomisch und ökologisch Sinn machen. Ein „weg vom Diesel“ bedeutet konsequenterweise aber auch ein „weg von fossilen Brennstoffen“. Elektro-Motoren scheinen aktuell noch zu teuer und hinsichtlich Technik und Lade-Infrastruktur zumindest im Nutzfahrzeugbereich noch nicht marktfähig genug, um den Verbrennungsmotor umfassend zu ersetzen. Auch stellt sich die Frage, ob die Umweltbilanz von Batterien wirklich soviel besser ist als allgemein angenommen. Aktuelle Untersuchungen belegen eher das Gegenteil.

Gasbetriebene Fahrzeuge: ideal für den innerstädtischen Einsatz


Gas als alternativer Brennstoff rückt damit immer mehr in den Fokus einer realistischen Diskussion. Seine Vorteile: Mit dem Einsatz von Bio-Methan können Stickoxide um 70 % und der Ausstoß von Rußpartikeln und klimaschädlichen Treibhausgasen um 95 % reduziert werden. Gas-Motoren sind zudem im Vergleich zum herkömmlichen Diesel um 50 % leiser.

Kurzum: Gasbetriebene Fahrzeuge erweisen sich in vielfacher Hinsicht als ideal für den innerstädtischen Einsatz. Sie sind besonders sauber, leise und zudem effizient. So liegt der Kraftstoffverbrauch oft deutlich unter den Werten herkömmlicher Dieselmotoren. Auch die Infrastruktur mit über 900 CNG-Tankstellen, speziell in deutschen Ballungsgebieten, ist schon gut entwickelt und wird kontinuierlich weiter ausgebaut.

IVECO – führender Hersteller gasbetriebener Nutzfahrzeuge


​IVECO hat die Vorteile von Gas als umweltschonenden Energieträger schon früh erkannt und setzt seit vielen Jahren konsequent auf die Entwicklung leistungsfähiger Gas-Motoren. Mit über 25.000 hergestellten Gas-Motoren und mehr als 1 Milliarde gefahrenen Kilometern ist IVECO führender Hersteller gasbetriebener Nutzfahrzeuge. Darüber hinaus bietet IVECO als einziger Hersteller Gas-Motoren für das komplette Nutzfahrzeugprogramm an – vom leichten Transporter Daily Natural Power über den mittelschweren Eurocargo Natural Power bis hin zum schweren Stralis NP. Diese Fahrzeuge punkten mit ausgereifter und über Jahre hinweg bewährter Technik, die sowohl bei Leistung und Zuverlässigkeit als auch bei den Kosten mit herkömmlicher Diesel-Technologie entspannt mithält. Wer jetzt über einen Neukauf nachdenkt, sollte gleichzeitig über den Umstieg auf Gas nachdenken: Ganz gleich, wie sich die Politik entscheidet - mit Gas-Nutzfahrzeugen sind Sie immer auf der sicheren Seite.